Prognostic

19.05.2018

PROGNOSTIC - Über die Band Münchens Bandszene hat ein neues Flaggschiff: PROGNOSTIC heißt die Formation und lädt bei ihren Konzerten ein zu einer musikalischen Hommage an den "Progressive Rock" der 70er, vom Magazin Musikexpress als "Königsklasse der Rockmusik" bezeichnet. Die Auswahl der Songs ist eine musikalische Reise in die Vergangenheit und lässt Fans dieses Stil-Genres jubeln: Komplexe Kompositionen wie "Tarkus" von Emerson, Lake & Palmer wechseln sich ab mit Songs u.a. von Genesis, Rush, Peter Gabriel und UK. "Welcome back my friends to the show that never ends"... Was kann der Grund dafür sein, dass ein paar "ältere Herren" nach 30 oder mehr Jahren Bühnenerfahrung und unzähligen Konzerten noch nicht genug haben und eine neue Band starten? Nachdem mit Staub an den Stiefeln alle möglichen musikalischen Pfade breit getreten wurden, ist es die Herausforderung, sich auf ein intensives musikalisches Abenteuer einzulassen; und natürlich die nicht enden wollende Leidenschaft für Musik. Vier Musiker, die keine Lust auf schnelllebigen Zewa-Wisch-und-weg-Pop haben: Der New Yorker Sänger Charles B. Logan, bestens ausgebildet von Todd Duncan, blickt auf eine langjährige Karriere als Opern- und Musical-Sänger zurück (u.a. Porgy and Bess, Jesus Christ Superstar, Miss Saigon). Seit 1990 lebt er in Deutschland. Landsberg wurde zu seiner neuen Heimat, dort hat er mittlerweile mit den besten Gospel-Chören aus dem süddeutschen Raum als deren Leiter zusammengearbeitet. Das rhythmische Fundament von PROGNOSTIC bilden Schlagzeuger Artur Silber und Bassist Arno Baum. Silber, ein "Urgestein" der Münchner Musikszene, bringt die langjährigste Prog-Erfahrung mit: mit seiner ehemaligen Band CENTRAL PARK gehörte er in den 80ern zu den präsentesten und von den Medien umjubelten Prog-Bands in Deutschland. Beeindruckend auch seine Stationen mit dieser Band: Tourneen u.a. mit Fish (ex-Marillion, GB) und Pavlov's Dog (USA) sowie Konzerte auf der Loreley (Night of the Prog), auf der Donauinsel in Wien oder im Theatron (Olympiapark München). Und was kann einem Drummer (rhythmisch) Besseres passieren, als einen ehemaligen Schlagzeuger als Tieftöner an seiner Seite zu wissen. Arno Baum trommelte in den 80ern u.a. für Roberta Kelly, entdeckte aber später seine Liebe für den Bass. Silber genügte der Besuch eines Konzerts im Münchner Hard Rock Café, um sich für Baums präzise Spielart zu begeistern. An diesem Abend mit auf der Bühne keine Geringeren als u.a. Scorpions ex-Drummer Hermann Rarebell, Toto ex-Frontmann Bobby Kimball und John Parr (St. Elmo's fire). Initiator der Band war Tastenvirtuose Martin Stellmacher. Ob ihn sein abgeschlossenes Studium der Weltraum-Physik inspirierte, im Orbit nach höheren (musikalischen) Werten zu suchen, lässt sich bei ihm ebenso wenig nachweisen wie bei dem ebenso ausgebildeten "Berufskollegen" und Queen-Gitarristen Brian May. Tatsache ist jedoch eine enorm inspirierte Fingerfertigkeit auf den Tasten seiner Keyboard-Armada. Schon früh erlernte er das klassische Klavierspiel, das in den Jahren 1995/96 in Los Angeles von Herb Mickman, dem ehemaligen musikalischen Direktor von Sarah Vaughn, um die Finessen des Jazz bereichert wurde. Diese vier Herren transformieren nun den Geist von damals ins Hier und Jetzt und laden ein zu einer musikalischen Reise ins Land der Phantasie. Ein Live-Programm für Kopf UND Beine. Über Progressive Rock Ende der 60er Jahre wurde der Progressive Rock (kurz: Prog) oft in höchsten Tönen gelobt und als "klassische Musik der Zukunft" angepriesen. Als Gegenbewegung zum Mainstream entwickelte sich der Prog ab ca. 1969 zu einer der populärsten Richtungen der Rockmusik. Man kann sich heute kaum vorstellen, dass Bands wie zum Beispiel Emerson, Lake & Palmer (ELP) Stadien mit 60.000 und mehr Konzertbesuchern füllten. Komplexe Kompositionen, raffinierte Arrangements, Überraschungsmomente, musikalische Finessen und besonders die virtuosen Fähigkeiten der Musiker wurden zu einem Cocktail, den das Magazin "Musikexpress" noch in den 2000ern als "Königsklasse der Rockmusik" bezeichnete. Auch wenn das lange her ist, belegen die großen Erfolge der seinerzeit maßgeblichen Gruppen, dass sie offenbar einen Freibrief hatten, musikalisch alles zu machen, was sie wollten, und in alle stilistische Richtungen zu gehen. Kurz beschrieben von Keith Emerson, der wie sein ELP-Kollege und Freund Greg Lake 2016 verstarb: "Es ist Musik, die fortschreitet. Sie nimmt eine Idee und entwickelt sie, statt sie einfach zu wiederholen. Pop-Songs bestehen aus Wiederholung, Riffs und Einfachheit. Progressive Musik nimmt ein Riff, kehrt sein Inneres nach Außen, stellt es auf den Kopf, spielt es dann wieder andersherum und erkundet so sein Potenzial." Die (kommerzielle) Bedeutung des Prog hat zwar mittlerweile nachgelassen, das Genre lebt aber mit Gruppen u.a. wie Dream Theater, The Neal Morse Band, Steve Wilson etc. weiter und erfreut sich (inzwischen weltweit) einer kleinen, aber treuen und begeisterten Fangemeinde. 

Wann: 19.05.2018 in Eddy´s Rockclub